Joint pain – what is behind it?

Joint pain - what is behind it

Joint pain is one of the most common illnesses in Germany that restricts everyday life and can thus reduce the quality of life. More than every second, Germans state that they suffer from pain in at least one joint over a year. The knee, shoulder, hip or fingers are often affected.

A variety of diseases can trigger the pain. This article briefly overviews the most important causes, such as arthrosis or rheumatism, and shows possible treatments.

How does joint pain arise?

To understand the various causes of joint pain, it is worth first taking a look at the anatomy of the joints:

Our joints represent the connection point between the bones. They allow us the greatest possible freedom of movement and absorb pressure surges and tensile forces. So that the free bone ends do not constantly rub against each other, they are lined with a thin layer of hyaline cartilage.

Between the layers of cartilage is the joint space, through which the synovial fluid supplies the cartilage with nutrients. This is important because cartilage does not have blood vessels through which the metabolic products are usually exchanged. The cartilage also has no pain receptors. Pain only occurs when surrounding structures such as bones, muscles or tendons are damaged.

 

Which joints can be affected by the pain?

In principle, all joints can cause pain. The most commonly affected are:

  • Knee
  • shoulder
  • Hips
  • ankles
  • wrists
  • elbow
  • Thumb

Joint pain using the example of the finger joints

There are further subdivisions. For example, there are three joints on the thumb:

  • the saddle joint of the thumb, which connects the base of the thumb to the carpus
  • the base joint of the thumb, which is located at the transition from the palm to the thumb
  • the thumb joint,  which is the uppermost joint of the thumb

Die restlichen Finger weisen zusätzlich ein Fingermittelgelenk auf, welches sich zwischen dem Grund- und dem Endgelenk befindet.

Je nach zugrundeliegender Ursache kann sich bei den auftretenden Gelenkschmerzen ein typisches Befallsmuster ergeben. So sind zum Beispiel die Fingerendgelenke und das Daumensattelgelenk bei der sogenannten Heberden-Arthrose betroffen, während bei der rheumatoiden Arthritis eher die Fingergrund- und -mittelgelenke schmerzhaft verändert sind. Ein weiteres Beispiel ist die Gicht. Zum ersten Mal macht sich diese Erkrankung üblicherweise im Grundgelenk des großen Zehs bemerkbar.

 

Welche Symptome treten bei Gelenkschmerzen auf?

Da der Gelenkknorpel keine Schmerzrezeptoren besitzt, lösen andere Faktoren die Schmerzen am Gelenk aus. Am häufigsten verursacht eine Gelenkentzündung akute Schmerzen. Dadurch kann es im Rahmen des entzündlichen Prozesses zu einer teils sichtbaren Gelenkschwellung kommen. Ein weiteres Symptom kann eine gerötete, überwärmte Haut über dem Gelenk sein.

Bewegungsmangel ist in der Gesellschaft weit verbreitet und trägt ebenfalls zur Entstehung schmerzender Gelenke bei. Bei länger anhaltendem Bewegungsmangel kann die Gelenksflüssigkeit nicht mehr ausreichend im Gelenkspalt zirkulieren und den Knorpel versorgen. Zudem verkürzen sich die umgebenden Bänder und Muskeln, was zu unspezifischen Muskelschmerzen führen kann, die bis ins Gelenk einstrahlen.

Ursachen: Welche Krankheiten können der Auslöser sein?

Bei einer Vielzahl von unterschiedlichen Krankheiten können Gelenkschmerzen als Symptom auftreten. Zu den wichtigsten zählen:

  • Arthrose
  • Rheumaerkrankungen, wie die Rheumatoide Arthritis
  • Gicht
  • Borreliose
  • Morbus Bechterew
  • Sarkoidose
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis), häufig am Ellenbogengelenk
  • Östrogenmangel, beispielsweise in den Wechseljahren
  • infektiöse Ursachen, wie eine bakterielle Arthritis (häufig am Kniegelenk) oder eine postinfektiöse Arthritis

Gelenkschmerzen können auch als Nebenwirkung von Medikamenten entstehen, beispielsweise bei der Einnahme von Tamoxifen oder Fluorchinolonen, wie Moxifloxacin. Darüber hinaus können physikalische Ursachen, wie eine Gewichtszunahme (auch im Rahmen einer Schwangerschaft) oder eine Achsenfehlstellung der Gelenke Schmerzen verursachen.

Arthrose – degenerative Zerstörung des Gelenkknorpels

Die Arthrose ist die häufigste Ursache für Gelenkschmerzen in Deutschland. Über Jahre wird dabei der Gelenkknorpel zerstört, was zunächst zu geringen Einschränkungen führt. Klassischerweise klagen Betroffene in den Anfangsstadien über einen “Anlaufschmerz”, der morgens beim ersten Bewegen des Gelenks auftritt, dann aber wieder verschwindet.

Arthrose kann am ganzen Körper auftreten, am häufigsten sind aber die großen Gelenke, wie Knie- und Hüftgelenk, oder die Finger betroffen. Dadurch sind wechselnde Gelenkschmerzen möglich.

Im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis klagen Betroffene mit Arthrose über eine Zunahme der Beschwerden bei Kälte. Auch berichten einige von einer “Wetterfühligkeit”. Das heißt, je nach Temperatur variieren die Gelenkschmerzen.

 

Rheumatoide Arthritis – eine entzündliche Autoimmunerkrankung mit variablem Verlauf

Auf dem ersten Blick ähneln sich die rheumatoide Arthritis und die Arthrose hinsichtlich der Symptome. Diese beiden Erkrankungen sind nicht immer leicht auseinander zu halten. Bei der rheumatoiden Arthritis kommt es aus bisher ungeklärten Gründen zu schubweisen Entzündungen im Körper, die insbesondere die Gelenke betreffen. Aber auch andere Organe, wie die Lunge oder die Augen, können betroffen sein.

Auch im Rahmen von anderen Autoimmunerkrankungen, wie der Hashimoto-Thyreoiditis, bei der es zu einer Zerstörung der Schilddrüse kommt, können Gelenkschmerzen auftreten. Die genauen Ursachen hierfür sind noch nicht vollends geklärt.

Gicht – plötzliche, starke Schmerzen in der großen Zehe

Der klassische Fall eines Gichtanfalls würde in etwa so aussehen: Am Abend hat man noch ausgiebig gespeist, meistens Fleisch und Alkohol im Überfluss, und am nächsten Morgen treten sehr starke Gelenkschmerzen, typischerweise in der großen Zehe auf.

Ursache sind Uratkristalle (das Salz der Harnsäure), die sich im Gelenk ablagern und dort zu einer lokalen Entzündung führen. Harnsäure ist ein Abbauprodukt, welches über die Nieren ausgeschieden wird. Bei einem zu hohen Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) liegt die Säure nicht mehr gelöst im Blut vor, sondern es bilden sich daraus Kristalle. Da dies üblicherweise nach dem Verzehr von stark purinhaltigen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Innereien oder Hülsenfrüchten geschieht, wird die Gicht auch zu den Wohlstandserkrankungen gezählt.

Gelenkentzündung nach Magen-Darm-Erkrankung oder Grippe

Gelenkschmerzen können auch infolge einer Gelenkentzündung nach einer Infektion auftreten – man spricht dann von einer postinfektiösen Arthritis. Auslöser sind dabei Prozesse des Immunsystems. So kann es Tage bis Wochen nach einer durchgemachten Magen-Darm-Infektion, zum Beispiel durch Bakterien wie Yersinien, zu einer wandernden Gelenkentzündung kommen. Dabei treten die Schmerzen nacheinander an unterschiedlichen Stellen im Körper auf. Meist sind die Gelenke der Beine und Füße betroffen.

Auch im Rahmen einer Grippe kann es mal zu Gelenkschmerzen kommen. Diese sind aber eher auf die allgemeine Immunreaktion zurückzuführen und nicht auf die postinfektiöse Arthritis.

 

Was tun bei Gelenkschmerzen?

Die unterschiedlichen Ursachen von Gelenkschmerzen bedingen eine sehr breite Palette an Behandlungsmöglichkeiten. Sie reichen von konservativen, physiotherapeutischen Maßnahmen, über medikamentöse Entzündungshemmer bis hin zu operativen Verfahren.

Zunächst sollte unterschieden werden, ob es sich um chronische oder akute Gelenkschmerzen handelt. Für die erste Diagnose ist der Hausarzt die beste Anlaufstelle, doch gerade bei komplexeren Krankheitsbildern stellt sich schnell die Frage, welcher Arzt einem weiterhelfen kann. Prinzipiell kümmern sich Orthopäden um die meisten Gelenkbeschwerden. Ist eine Rheumaerkrankung die Ursache, sollte man einen Rheumatologen aufsuchen.

Welche Hausmittel helfen gegen Gelenkschmerzen?

Insbesondere bei leichten Gelenkschmerzen können Hausmittel Linderung bewirken:

  • Kohl-Wickel: Die Blätter von dem harten Strunk trennen, waschen und abtrocknen. In ein Tuch wickeln und mit einem Nudelholz platt walzen, sodass der Saft in das Tuch übergeht. Bei Bedarf können die Kohlblätter auch mit einer Wärmflasche angewärmt werden. Das Tuch mit den ausgedrückten Kohlblättern um das entsprechende Gelenk binden und einige Stunden drauf lassen. Die im Kohl enthaltenen Flavonoide wirken lokal entzündungshemmend. Hierbei handelt es sich um eine sehr alte Methode, die bei Arthrose oder Rheuma ihre Anwendung findet.
  • Homöopathie und Phytotherapie: Einige Methoden, die in den Bereich der Homöopathie oder der Phytotherapie fallen, zielen auf die häufig zu findende Entzündung bei Gelenkschmerzen ab. So werden zum Beispiel der Afrikanischen Teufelskralle entzündungshemmende und schmerzstillende Kräfte zugesprochen. Diese Wirkung wurde auch in mehreren Studien bestätigt, bei denen den Probanden Präparate mit 50 mg Harpagosid (die entzündungshemmende Substanz in der Teufelskralle) im Vergleich zu Placebos verabreicht wurden.
  • Ernährung: Die Ernährung kann auf unterschiedliche Weise einen Einfluss auf die Symptome haben. Die offensichtlichste Wirkung kann eine Diät bei Übergewicht haben. Dadurch können die Gelenke entlastet und die Symptome verbessert werden. Des Weiteren liegt gerade bei der rheumatoiden Arthritis ein Zinkmangel vor, der nach Rücksprache mit dem Arzt ausgeglichen werden kann.
  • Weniger Alkohol: Alkohol sollte vermieden werden, da dieser unter anderem einen Gichtanfall hervorrufen kann.

In addition, talk to your doctor about what measures are suitable for treating your joint pain. For example, in the case of acute joint pain, cooling the affected joint can help. In many cases – such as osteoarthritis – exercise can help to alleviate the symptoms, as it produces more synovial fluid, which supplies the cartilage with nutrients. In addition, a well-trained muscular system protects the joints from excessive and incorrect strain. Sports that are gentle on the joints include cycling, walking, swimming or hiking.

What to do if you have joint pain during menopause?

The exact causes of joint pain during and after menopause are still the subject of current research. A possible cause is estrogen deficiency. Estrogen is involved, among other things, in regulating water storage in the body. If estrogen levels fall, less synovial fluid is produced, and the cartilage is less nourished. These processes make the joint more susceptible to inflammation overall. In severe cases, hormone replacement therapy can provide relief.

 

Medication and surgery – what helps with joint pain?

If conservative therapies do not work sufficiently, many doctors resort to tablets. Most medications aim to reduce pain. The most commonly prescribed substances include ibuprofen or diclofenac, which can also be applied as an ointment.

For several years now, attempts have been made to combat joint pain with injections. However, these treatments, which include injections of hyaluronic acid, do not provide the relief hoped for by all patients and can also be associated with considerable costs.

If all treatment options have been exhausted, or if the joint is so worn out that everyday life is significantly impaired, an artificial joint can be used as a last resort.

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