Psychosomatics: the interaction of soul and body

Psychosomatics: the interaction of soul and body

In more than 20 per cent of all patients, the family doctor cannot find any organic cause for their symptoms – often, the actual triggers of the disease can be found on closer examination of the individual psychological and social factors. This interaction of body and soul is called psychosomatics. What exactly is meant by this, and what is behind psychosomatic illnesses?

What is meant by psychosomatics?

Psychosomatics is the study of illnesses that manifest themselves physically and are partly or entirely psychologically caused.

The psychosomatic understanding assumes that the body and soul influence each other and sees the human being as a biopsychosocial unit whose individual components can only function together. This holistic basic idea is present in medicine in many areas. So, every family doctor follows it when he asks his patient about his current complaints. If he wants to know more about his patient’s family or work, he asks him if it is fine otherwise. However, the status of the psychosomatic idea has sometimes been different over the past centuries.

 

Historical emergence of psychosomatics

Doctors in antiquity and the Middle Ages always treated body and soul simultaneously to care for their sick patients as comprehensively as possible. His view of illness was shaped by the theory of temperament, which assumed that bodily fluids and mental state are closely linked.

Only scientific research in medicine from the 16th century changed this view. Disease was defined as a chemical-physical change in the body’s cells that could be treated with drugs. To this day, however, this scientific medicine has had difficulty explaining illnesses in which no changes in organ functions can be detected.

From the end of the 19th century, psychosomatics emerged as a medical countercurrent. She wanted to shed more light on the different influences and courses of the disease and thus improve the treatment of the complaints that could not be adequately treated scientifically. Influential pioneers of today’s psychosomatic findings were Sigmund Freud and Franz Alexander; later, explanatory models by Hans Selye and Thore von Uexküll, among others, were added.

How does psychosomatics make itself felt in everyday life?

Every one of us can experience the connection between the psyche and the body first-hand every day. Whether it’s “something heavy in the stomach”, “the shock hits your limbs”, “nearly wet your pants with fear”, or that one blushes with embarrassment and that one’s heartbeat accelerates in an unpleasant situation. These experiences show that emotions affect and can impair both autonomic bodily functions such as heartbeat, blood pressure or bladder and bowel activity, as well as the musculoskeletal system and its muscles.

The interplay between the psyche, behaviour, and the nervous and immune systems has been studied for almost 30 years by a particular psychosomatic research area, psychoneuroimmunology (PNI). She has already discovered a variety of links between the various areas, without being able to say precisely how the interaction is triggered. However, some transmission routes have already been well-researched; for example, chronic stress hurts the various cells of the immune system.

 

Are there purely psychosomatic illnesses?

Früher trennte man Krankheiten, bei denen man psychische Auslöser vermutete und bei denen man, z.B. unter dem Mikroskop, eine körperliche Veränderung feststellen konnte, von Erkrankungen, bei denen trotz aller Untersuchungsmethoden kein körperlicher Schaden diagnostiziert werden konnte. Heute ist man von dieser Einteilung abgekommen, sodass sich das Feld der psychosomatischen Erkrankungen stark verbreitert hat.

Klassische 7 der Psychosomatik

Der Psychoanalytiker Franz Alexander war schon Mitte des letzten Jahrhunderts der Meinung, dass bestimmte Krankheiten psychische Ursachen haben und in der psychischen Grundstruktur des einzelnen Individuums begründet sind: Zu den klassischen Sieben der Psychosomatik zählten Bronchialasthma, Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre, die chronische Dickdarmentzündung Colitis ulcerosaNeurodermitisBluthochdruck, die chronische Polyarthritis und die Schilddrüsenüberfunktion. Später kamen dann Erkrankungen wie die Darmkrankheit Morbus Crohn, die koronare HerzkrankheitAllergien und einige Autoimmunerkrankungen dazu.

Heute weiß man allerdings, dass diese Theorie so nicht stimmt: So zeigte die Entdeckung des Bakteriums Helicobacter pylori einerseits, dass durchaus ein Erreger für den Großteil der Magengeschwüre verantwortlich ist. Außerdem ergaben vielfältige Forschungen keine speziellen Persönlichkeitsmerkmale oder Konflikte, von denen sich auf eine spezielle psychosomatische Krankheit schließen ließ.

Auf der anderen Seite weiß man heute sehr wohl, dass bei sehr vielen Erkrankungen – und zwar nicht nur bei den oben erwähnten, sondern auch bei Essstörungen wie Bulimie oder MagersuchtSchlafproblemen, vielen gynäkologischen oder urologischen Problemen, Angst-, Sucht- und sogar Krebserkrankungen – die psychische Verfassung des Einzelnen den Krankheitsverlauf und die -ausprägung wesentlich beeinflusst. Warum das so ist, weiß man nicht genau – allerdings haben in den letzten 100 Jahren berühmte Psychoanalytiker unterschiedliche Theorien dazu ausgebildet.

Wie entstehen Krankheiten mit psychosomatischem Anteil?

Das Erklärungsmodell von Sigmund Freud geht davon aus, dass sich unbewusste Konflikte dem Bewusstsein durch Verdrängung entziehen und sich dann körperlich darstellen. Dadurch wird das körperliche Symptom zum Symbol für den psychischen Konflikt. Dieses Konversion (psychisch wird zu physisch) betrifft oft die Sinnesorgane (Blindheit, Ohrgeräusche, Schwindel) oder die Motorik (Lähmungen, Muskelkrämpfe). Max Schur, auch ein Psychoanalytiker und der Arzt Freuds, war der Meinung, dass der Mensch im Laufe seines Lebens lernt, auf eine Belastung nicht mehr körperlich zu reagieren, sondern sein Denken und seine Phantasie, also seine Ich-Funktionen, ausgebildet werden. Unter zu starker Belastung würde er dann wieder in das frühkindliche Verhaltensmuster zurückfallen und körperlich, also mit einer psychosomatischen Erkrankung, reagieren.

 

Verschiedene Theorien

Während Franz Alexander einen spezifischen Zusammenhang zwischen dem psychischen Konflikt und der Reaktion des Körpers sah, veränderten George L. Engel und Arthur H. Schmale diesen Erklärungsansatz und sahen Zeitpunkt des Auftretens und Lokalisation der Erkrankung bei jedem Einzelnen abhängig von der psychischen Verfassung, nicht jedoch die Körperreaktion an sich. Pierre Marty fand bei Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen gehäuft eine Phantasiearmut und eine bestimmte mechanistische Denkart, so dass er einen Zusammenhang zwischen Charaktermerkmalen und der Neigung zu psychosomatischen Krankheiten unterstellte.

Für Martin Seligman sind fehlgesteuerte Lernprozesse die Ursache für die psychosomatische Erkrankung, auch Hans Selye sieht die Erkrankung als Endergebnis einer Stressreaktion, auf die sich der Einzelne nicht anders wehren kann.

Am weitesten greifen die heute verwandten biopsychosozialen Erklärungsmodelle für die Entstehung einer psychosomatischen Krankheit, z.B. von Thore von Uexküll. Sie umfassen nicht nur biologisch-körperliche, emotionale und intellektuelle Komponenten des Einzelnen, sondern auch seine soziale Situation und seine Lebensgeschichte und sehen in dem Zusammenspiel eine Begründung für die Krankheitsentstehung.

Gibt es eine psychosomatische Behandlung?

Kopf-, Brust-, Bauch- und Rückenschmerzen sind neben Müdigkeit, Schwindel, Atemnot und Schlafstörungen die häufigsten Beschwerden, weswegen ein Patient zum Arzt geht – und die häufigsten Beschwerden, bei denen keine Ursache gefunden wird. Also gerade bei der Behandlung dieser Beschwerden ist es besonders wichtig, psychische und körperliche Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen. Aber auch ansonsten sollten Sie sich immer fragen, ob Sie außer der medizinischen Behandlung nicht vielleicht etwas mehr für sich tun könnten, um den Heilungsverlauf zu beeinflussen:

  • Gesunde Ernährung unterstützt das Gesundwerden – essen Sie aber auch Lebensmittel, auf die Sie Lust haben und von denen Sie wissen, dass sie für Sie “Seelennahrung” sind.
  • Exercise in the fresh air activates your immune system – and the sun drives away evil thoughts.
  • Relaxation exercises reduce stress and help you become more balanced.
  • Ask yourself whether certain life circumstances contribute to your symptoms. If unsure, seek professional help and talk to a psychologist or psychotherapist about your problems.
  • You will find holistic medical approaches in naturopathy, homoeopathy, traditional Chinese medicine and other Eastern wisdom teachings. Ask your doctor if he can help you with a holistic treatment.

 

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