Scoliosis: symptoms and treatment of the curvature of the spine

Scoliosis: symptoms and treatment of the curvature of the spine

Lateral curvature of the spine is called scoliosis (from the Greek “scoliosis” for crooked). Scoliosis is a common orthopaedic condition and primarily affects young people between the ages of ten and twelve. In the following, you will find out which symptoms occur with scoliosis, what the diagnosis and treatment look like, when a corset or an operation is required for therapy, and which sport suits scoliosis.

What is scoliosis?

Scoliosis is one of the most common orthopaedic diseases. It is colloquially referred to as “spinal curvature”, which describes the problem well. In scoliosis, the vertebrae are twisted (torsion), and the spine is bent to the side. Bending forwards (kyphosis) or backwards (lordosis) can also occur.

In the case of severe forms of scoliosis, the malposition can be seen with the naked eye, but severe symptoms can also occur. With a mild form of scoliosis, on the other hand, symptoms can sometimes be completely absent. This is often an incidental finding that does not require treatment.

 

How does scoliosis come about?

In the majority of cases, the cause of the scoliosis is unclear. This is also referred to as idiopathic scoliosis. The idiopathic form occurs in about 80 to 90 per cent of those affected. It is assumed that disorders affecting the growth of the spine are the cause of the crooked spine. One side grows faster than the other, leading to warping and twisting. Disturbances in the nerve area are also discussed as a cause. However, the triggers of scoliosis still need to be fully clarified.

However, those affected often have a family history, i.e. cases of the disease have already occurred. Thus, the disease also has a hereditary component. In some cases, scoliosis also occurs in the context of other diseases. Muscle, nerve and connective tissue diseases can lead to a curvature of the spine. Tumours and inflammation can also be the cause. Congenital malformations of vertebrae can also contribute to the development of scoliosis. Still, the idiopathic form is the most common.

What forms of scoliosis are there?

There are different ways to classify scoliosis.

The classification can be based, for example, on the age at the onset of the disease. Here’s how to differentiate between:

  • infantile scoliosis (birth up to the age of 3)
  • juvenile scoliosis (4 to 10 years)
  • of adolescent scoliosis (11 to 18 years) and
  • adult scoliosis (adult form)

Furthermore, scoliosis is classified based on the affected spinal column section. For example, one speaks of:

  • thoracic scoliosis, when the thoracic spine is affected
  • of lumbar scoliosis, when the lumbar spine is affected
  • of thoracolumbar scoliosis when both spinal segments are affected

In addition, the direction of the curvature is also essential in the classification. The spine can curve to the right (right-convex scoliosis) or the left (left-convex scoliosis).

 

What is scoliotic malposition?

In contrast to scoliosis, scoliotic poor posture is a slight curvature of the spine that is not permanent but can be corrected actively or passively. For example, a lateral bend can occur if the legs are of different lengths, and the body tries to compensate for this by tilting the pelvis and, as a result, causing a lateral curvature of the spine. However, the misalignment can be corrected with suitable shoe insoles. The transition between scoliotic poor posture and scoliosis is sometimes fluid.

Who is affected by the disease?

Around three to five per cent of the population is affected by scoliosis. It most commonly occurs in adolescents during their first growth spurt before puberty. Those affected are usually older than ten years and are otherwise healthy. The disease also occurs more frequently in girls and is usually more severe than in boys.

The disease is rarely found in children. Adults who have not suffered from the misalignment since a younger age are often affected by a curvature of the spine as part of other underlying diseases.

What are the symptoms of scoliosis?

Bei leichten Formen kann die Skoliose oft unbemerkt verlaufen und keine weiteren Probleme verursachen. Kommt es doch zu Symptomen, zeigen sich diese typischerweise in Form von Verspannungen der Muskulatur des Rückens und Nackens sowie Schmerzen in diesem Bereich. Auch Kopfschmerzen sind ein häufiges Symptom. Zusätzlich klagen Betroffene manchmal über Schmerzen in der Hüfte, im Knie und in den Füßen.

Schmerzen müssen aber nicht zwangsläufig auftreten. Oftmals geben lediglich folgende Anzeichen einen Hinweis auf eine bestehende Skoliose:

  • ein Beckenschiefstand
  • ungleich hochstehende Schultern
  • ein Rippenbuckel (einseitiges Hervortreten der Rippen nach hinten infolge der Verformung des Oberkörpers)
  • eine schiefe Kopfhaltung

 

Wie wird eine Skoliose festgestellt?

Bei leichten Formen und besonders im Anfangsstadium kann die Diagnose einer Skoliose mitunter schwierig sein. Erste Anlaufstelle ist oft die haus- oder kinderärztliche Praxis aufgrund von anhaltenden Rückenschmerzen oder einer auffallenden Fehlhaltung. Bei der*dem Ärztin*Arzt erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch, das zum Beispiel das Beschwerdebild, den letzten Wachstumsschub sowie die familiäre Geschichte mit einschließt.

Meist folgt dann eine ausführliche körperliche Untersuchung, die sich vor allem auf die Wirbelsäule und deren Bewegungsumfang konzentriert. Zur weiterführenden Diagnostik gehört meist auch ein Röntgenbild, auf dem man im besten Fall ein genaueres Ausmaß der Wirbelsäulenverkrümmung erkennen kann.

Es wird die Kippung der Wirbelkörper zueinander gemessen und der Neigungswinkel bestimmt (sogenannter Cobb-Winkel). Anhand dieses Neigungswinkels erfolgt eine Einteilung der Skoliose in verschiedene Schweregrade (leicht bis sehr schwer). Ein Winkel bis zehn Grad ist normal, erst ab einer stärkeren Verkrümmung wird von einer Skoliose gesprochen. Meist richtet sich auch die Therapie nach diesem Krümmungswinkel.

Ein weiteres wichtiges Instrument der Diagnosestellung stellen die Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern dar. Hier wird früh auf Unregelmäßigkeiten der Wirbelsäule geachtet, sodass bei Auffälligkeiten noch während des Wachstums eine entsprechende Therapie in Form von Krankengymnastik begonnen werden kann. Daher ist es wichtig, die Vorsorgeuntersuchungen bei dem*der Kinderarzt*Kinderärztin regelmäßig wahrzunehmen.

Wie sieht die Therapie bei Skoliose aus?

Die nächste Anlaufstelle nach der erfolgten Diagnose ist meist ein*e Orthopäde*Orthopädin. Der Fachbereich der Orthopädie ist spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparates. Meist wird mit den Patient*innen zusammen über die weitere Therapie entschieden.

Bei leichten Formen der Skoliose (Cobb-Winkel unter 20 Grad) ist in der Regel eine Physiotherapie ausreichend. Hierbei wird vor allem auf eine Kräftigung der Rückenmuskulatur geachtet. Gleichzeitig kann durch eine physiotherapeutische Behandlung dem weiteren Fortschreiten der Skoliose entgegengewirkt werden.

Schwerere Formen der Skoliose (Cobb-Winkel 20 bis 50 Grad) erfordern meist eine Behandlung mittels eines speziell angepassten Korsetts, das bis zu 23 Stunden am Tag getragen werden muss. Auch hier ist zusätzlich zum Korsett eine physiotherapeutische Behandlung notwendig, nicht zuletzt, um auch hier das Fortschreiten der Erkrankung zu reduzieren.

OP bei schwerer Skoliose

Ab einem Cobb-Winkel von mehr als 50 Grad ist eine Operation meist unumgänglich. Hierbei werden einzelne Wirbel mittels Stangen und Schrauben versteift und es wird versucht, die Verkrümmung weitestgehend auszugleichen. Die Versteifung hat keine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule zur Folge, wie man es vielleicht zunächst annehmen würde.

Wie bei jedem Eingriff gibt es auch bei dieser OP Risiken. Diese sind sehr selten und können, müssen aber nicht auftreten. Hierzu zählen zum Beispiel eine Infektion und als Spätfolge eventuell eine Ermüdung des eingebrachten Materials. In ganz seltenen Fällen (weniger als ein Prozent) kann eine Querschnittslähmung als Folge des Eingriffs auftreten.

Jedoch sind eben genannte Komplikationen insgesamt sehr selten. Außerdem wird eine solche Operation zumeist in spezialisierten Zentren durchgeführt, die viel Erfahrung und Expertise bezogen auf Eingriffe an der Wirbelsäule mitbringen.

 

Skoliose im Alltag – was kann man gegen eine Skoliose tun?

Mögliche Hilfsmittel im Alltag können eine geeignete Matratze sowie die richtige Schlafposition sein, um die Wirbelsäule zu entlasten. Das Schlafen auf der Seite in Kombination mit der richtigen Matratze, die den Druck des Körpers korrekt verteilt, beziehungsweise diesem entgegenwirkt, ist hierbei wichtig. Lassen Sie sich im Zweifel gerne beraten.

Bei sitzenden Tätigkeiten kann der richtige Bürostuhl mit einer Verstärkung im Bereich der Lendenwirbelsäule helfen. Des Weiteren können Einlagen in den Schuhen bei einer bestehenden Differenz der Beinlänge oder einem Beckenschiefstand helfen.

Welcher Sport ist gut bei Skoliose?

Die wichtigste Maßnahme bei Skoliose ist jedoch Bewegung. Sport ist hier nicht verboten, sondern sogar gewünscht. Sportarten, die besonders geeignet sind, sind zum Beispiel:

Sportarten, bei denen große Scher- und Rotationskräfte auf die Wirbelsäule wirken, sollten hingegen vermieden werden. Hierzu zählen unter anderem Gewichtheben, Turnen, Squash oder Tennis. Jedoch sollte im Zweifel immer eine ärztliche Rücksprache erfolgen. Sogar bei einer Korsettbehandlung ist das Ausüben von Sport erwünscht.

You can also do various exercises at home that help with scoliosis. These include, among other things, yoga and various breathing exercises. There is extensive material online with exercises from physiotherapy, and you can also ask the physiotherapist for advice.

What are the long-term consequences of scoliosis?

Moderate to severe forms of scoliosis, in particular, can affect the entire body. The intervertebral discs and vertebral bodies wear out over time, often noticeable as severe and persistent pain. Loss of nerves and muscles can also occur if the spinal cord is narrowed due to the curvature of the vertebrae.

In addition, it is not only the spine and back muscles that can be affected. In particular, the problems associated with old age also affect the lungs. The curvature of the spine usually also narrows the chest, resulting in shortness of breath and a deterioration in lung function. The heart’s pumping performance can also deteriorate under certain circumstances.

It is all the more important to recognize and treat scoliosis early, ideally when it occurs, usually between the ages of ten and twelve. This can often be corrected in childhood and adolescence so that long-term consequences often do not occur.

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